Odense: Auch der Dressur-Weltcup ist gestartet

Deutsches Trio platziert sich an siebter bis zehnter Stelle

Odense (fn-press). Der Dressur-Weltcup der neuen Saison erlebte seinen Auftakt im dänischen Odense. Seiner Favoritenrolle wurde der Spanier Severo Jesus Jurado Lopez gerecht. Mit dem bayerischen Wallach Lorenzo gewann der Olympiateilnehmer von Rio die Weltcup-Kür vor der Schwedin Tinne Vilhelmson-Silfven. Die drei deutschen Starter Hendrik Lochthowe (Rechtmehring), Juliane Brunkhorst (Hamburg) und Kathleen Keller (Salzhausen) sammelten auf den Plätzen sieben, neun und zehn die ersten Punkte fürs Weltcup-Finale.

Über neun Stationen führt der Dressur-Weltcup der Saison 2016/2017 die Reiter zum Finale, das Ende März in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska ausgetragen wird. Der Startschuss fiel im dänischen Odense – allerdings mit nur zwei großen Namen der internationalen Dressurszene. So war es keine Überraschung, dass der Fünfte  der Kür bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro auch in Odense das Geschehen beherrschen würde: Der Spanier Severo Jesus Jurado Lopez, Bereiter im Stall des dänischen Reiters und Pferdehändlers Andreas Helgstrand, führte den in Bayern gezogenen Wallach Lorenzo (v. Lord Loxley) zunächst mit 74,44 Prozent zum Sieg im Grand Prix, um dann in der Weltcup-Kür die Stärken des Fuchswallachs voll auszuspielen: 82,06 Prozent. Die Schwedin Tinne Vlhelmson-Silfven sattelte in Odense nicht ihr Olympiapferd Don Auriello, mit dem sie in Rio die Plätze sieben (Special) und acht (Kür) belegt hatte, sondern den schwedischen Wallach Paridon Magi und ritt ihn mit 79,555 Prozent auf den zweiten Platz.

Die deutschen Reiter „schlugen“ sich achtbar. Hendrik Lochthowe, Bereiter bei Familie Meggle in Rechtmehring, und der zehnjährige niederländische Hengst Meggle’s Boston platzierten sich in der Kür mit 73,505 Prozent an siebter Stelle. Die Hamburgerin Juliane Brunkhorst behauptete sich mit dem elfjährigen Hannoveraner Fürstano, Sohn des Fürst Heinrich, mit 72,585 Prozent auf Rang neun. Zehnte wurde Kathleen Keller. Die B-Kaderreiterin des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) wurde im Sattel ihres 14-jährigen Hannoveraner Wallachs Daintree (v. De Niro) mit 71,835 Prozent bewertet. Zum ersten großen Kräftemessen der Dressurszene nach den Olympischen Spielen kommt es am kommenden Wochenende bei der zweiten Weltcup-Etappe im französischen Lyon.

Die Springreiter gingen in Odense bei einem Drei-Sterne-CSI an den Start. Im Großen Preis, den die Norwegerin Merit H. Skollerud für sich entschied, platzierte sich Marcus Ehning (Borken) als bester Deutscher an siebter Stelle. Er hatte die zehnjährige Zangersheider Stute Cristy gesattelt und in der Siegerrunde  einem Fehler kassiert. Erfolgreich agierte Harm Lade aus dem niedersächsischen Sassenholz in Dänemark: Er gewann zwei Springen der Drei-Sterne-Tour, eines mit der achtjährigen KWPN-Stute Oak Grove’s Flickering Star, das andere mit dem zehnjährigen Schimmelwallach Larry.

 

 

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