Lyon: Doppelsieg für Weihegold OLD – Isabell Werth führt die Oldenburgerin in der Weltcup-Kür zu 90,09 Prozent

Lyon – Was für ein Start in die Hallensaison: Isabell Werth (Rheinberg) und die Oldenburger Stute Weihegold OLD, Mannschafts-Olympiasieger in Rio, gewinnen haushoch die Weltcup-Kür im französischen Lyon. 90,09 Prozent lautete das Juryurteil nach einer perfekten Kür. Schon im Grand Prix hatten die 47-jährige Multichampionesse und die Don Schufro-Tochter mit über 83 Prozent ein Zeichen gesetzt. 

Im Messezentrum von Lyon trafen sich etliche der weltbesten Dressurreiter zur zweiten Etappe des Weltcups. Nach einer gut achtwöchigen Pause seit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro kehrten Isabell Werth und die elfjährige Oldenburger Stute Weihegold, Tochter des Don Schufro aus einer Sandro Hit-Mutter, eindrucksvoll auf die sportliche Bühne zurück. Schon im Grand Prix ließ das Paar keinen Zweifel an seiner Vormachtstellung aufkommen. 83,94 Prozent lautete das Juryurteil – über fünf Prozent mehr, als der Brite Car Hester mit dem niederländischen Wallach Nip Tuck erzielt hatte (78,32). In der Kür, der Wertungsprüfung für den Weltcup, knackte die Stute die magische 90-Prozent-Hürde. Zu den Klängen von „Tanze Samba mit mir“ passagierte die dunkelbraune Lady für glatte Zehnen. Die Piaff-Pirouette zum Schluss der Prüfung war vollendet – schwieriger geht’s nach so vielen Höchstleistungen dieser Kür nicht mehr. 90,09 Prozent sprechen für sich.

Carl Hester und Nip Tuck musste erneut mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen, wenngleich die Kür des Paares ungemein gefiel (85,02), aber es waren eben wiederum fünf Prozent Unterschied. Platz drei im Weltcup eroberte der Niederländer Hans Peter Minderhoud, der den niederländischen Jazz-Nachkommen Johnson gesattelt hatte (80,22). Auf den Plätzen vier und fünf behaupteten sich Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit der niederländische Stute Zaire (79,63 Prozent) und Fabienne Lütkemeier (Paderborn) mit ihrem Hannoveraner D’Agostino. Am Tag von Fabiennes 27. Geburtstag wurde die Leistung ihres nun 16-jährigen Fuchswallachs mit 79, 62 Prozent bewertet. Ein knappes Rennen zwischen den beiden deutschen Kaderreiterinnen.

Die nächste Station des Dressur-Weltcups führt die Reiterinnen und Reiter nach Stuttgart zum Turnier in der Schleyer-Halle. Anschießend gastiert der Weltcup-Zirkus in Salzburg. Nach neun Stationen findet das Finale Ende März in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska statt.

 

Julia Schroeder

 

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