Gruppesieg mit dem ersten Rennpferd! – Son Macia erfüllt den Traum ihres Besitzers in Hannover

Der Traum eines jeden Besitzers von Galopprennpferden ging am Sonntag beim großen Saisonfinale am Renntag der Gestüte auf der Galopprennbahn in Hannover für den Kölner Eigner Achim Weyrauch in Erfüllung. Mit dem ersten Pferd, das überhaupt in seinen Farben läuft, der dreijährigen Stute Son Macia (Ian Ferguson) aus dem Stall von Andreas Löwe, gewann er das Top-Rennen, den Großen Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.200 m)!
„Mein Wunsch war stets, ein eigenes Rennpferd zu haben“, erklärte Weyrauch, dessen Pferde unter den Namen Stall elektrowelt24.de laufen, gegenüber German Racing. „Ich hatte schon immer zu meinen Eltern gesagt, irgendwann kaufe ich mir einen Galopper. Ich habe dann die Kölner Trainer aufgesucht, und hatte bei Andreas Löwe sofort ein gutes Gefühl, nicht nur weil er im Kölner Stadtteil Mauenheim wohnt, aus dem ich stamme. Bei der Auktion in Baden-Baden war alles dann purer Zufall. Mir war ein Pferd ins Auge gesprungen, was ich Herrn Löwe berichtet habe, das dann für 200.000 Euro verkauft wurde. Sein Blick fiel aber auf die Nachbarbox, dort stand Son Macia, und sie habe ich dann auf seine Empfehlung hin erworben. Sie war wie ihre Geschwister keine Zweijährige, lief aber im Frühjahr in Italien sehr stark und hatte dann in Hamburg ein unglückliches Rennen. Heute der Sieg war die Krönung. Herr Löwe hat einen tollen Job gemacht, ebenso Jockey Ian Ferguson.“

Die Abschiedstournee des Kölner Trainers Andreas Löwe wird damit weiter zu einer mehr als erfolgreichen Reise über die deutschen Rennbahnen für den 74-jährigen. Auch bei seinem letzten Abstecher in die Niedersachsen-Metropole, ehe er zum Jahresende seinen Rennstall an Jockey Andreas Suborics übergibt, durfte der Trainer wieder jubeln.

Die Soldier Hollow-Tochter Son Macia wandelte dabei auf prominenten Spuren – denn Andreas Löwe hatte nach eigener Aussage seinen allerersten Trainer-Erfolg hier im Deutschen Stutenpreis 1981 mit der Ebbesloherin Adita gefeiert.

Son Macia, die als 134:10-Außenseiterin angetreten war, obwohl sie u.a. Dritte in den Oaks d‘ Italia gewesen war und nun auf passend weicher Bahn startete, gehörte stets dem von Vallante vor der Favoritin Kasalla angeführten Vorderfeld an und bekam am Ende auch noch die sich tapfer wehrende Nutan-Schwester Nazbanou knapp in den Griff. „Das Rennen war schon lange mein Ziel“, gab Andreas Löwe anschließend zu. „Es hat alles gepasst. Son Macia hatte vor vier, fünf Wochen ein kleines Formtief und ist nun wiedergekommen. Ich denke, dass sie 2017 in Training bleibt.“

Nazbanou verkaufte sich als Zweite – nur einen Hals zurück – ebenfalls sehr stark. „Sie ist immer toll gelaufen und hat alles erreicht“, so ihr Betreuer Peter Schiergen. Gambissara hatte innen lange alle Chancen und wurde sehr gute Dritte. „Endlich hat sie ihren weichen Boden gehabt. Jozef Bojko hat sie bestens geritten. Vielleicht gehen wir am 11.11. in ein Grupperennen nach Toulouse“, sagte Trainer Lennart Hammer-Hansen. Die Favoritin Kasalla kam auf unpassendem Boden  aus guter Lage nicht über Rang vier hinaus. „Das Geläuf war nicht mehr ideal für sie“, bedauerte Dr. Günter Paul von der Mehl-Mülhens-Stiftung. Die übrigen Kandidatinnen spielten keine Rolle mehr.

 

Julia Schroeder

 

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