Wieder ein deutscher Triumph im Melbourne Cup! – Monsun-Sohn Almandin vor Lando-Nachkomme Heartbreak City

Nur zwei Jahre nach dem Erfolg des von Andreas Wöhler trainierten Protectionist gab es am Dienstag erneut einen sagenhaften Triumph für die deutsche Vollblutzucht im Melbourne Cup, dem bedeutendsten Rennen Australiens auf der Galopprennbahn in Flemington: Der vom Gestüt Schlenderhan gezogene sechsjährige Wallach Almandin, ein Nachkomme der deutschen Deckhengst-Legende Monsun, siegte unter Jockey Kerrin McEvoy zur Quote von 118:10 in dem mit 6 Millionen Australischen Dollar (ca. 4,3 Mio. Euro) dotierten Super-Event über 3.200 Meter! 

Hauchdünn mit einem Kopf verwies Almandin, er 2014 den Großen Preis der Badischen Unternehmer in Baden-Baden gewonnen und 2015 wegen einer Sehnenverletzung komplett pausiert hatte und erst in dieser Saison wieder am Start erschienen war, Heartbreak City auf Rang zwei, der ein Sohn von Gestüt Ittlingens Japan Cup-Sieger Lando ist und damit den sensationellen Doppelsieg der deutschen Zucht komplettierte! Bemerkenswert: Innerhalb von nur vier Jahren war es der dritte Sieg eines Monsun-Nachkommen!

Jockey Kerrin Mc Evoy (verheiratet mit der Schwester der letztjährigen Siegreiterin Michelle Payne) hatte vor 16 Jahren bereits mit Brew den Melbourne Cup an sich gebracht, während es für Trainer Robert Hickmott der zweite Triumph war (nach Green Moon 2012). Geschichte schrieb Besitzer Lloyd Williams. Der 76-jährige feierte seinen fünften Erfolg, was zuvor noch keinem anderen Eigner gelungen war. Er durfte sich zudem über mehr als 2 Millionen Euro Siegprämie freuen.

Rang drei ging an den favorisierten Hartnell. Our First Ivanhowe, wie der Sieger Almandin aus der Zucht des Gestüts Schlenderhan, wurde 17. Der Ammerländer Grey Lion belegte Rang 14.

 

Julia Schroeder

 

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